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Sacred Connections - Blog, June 2026

Ich schreibe diesen Blog in Deutschland, wo ich gerade den Retreat „Heilige Verbindungen“ leite.

 

An diesem Nachmittag rieche ich den Duft der Blumen im Garten und höre die Vögel singen. Davor habe ich die Bienen beobachtet, wie sie tief in die Blüten eintauchten und es beinahe so aussah, als würden sie in den reichhaltigen Pollengefäßen schwimmen.

 

Es ist nicht das erste Mal, dass ich die heilvolle Kraft der Natur fühle – das Wesen der Natur, das beruhigt und besänftigt. Sie scheint immer diesen Raum für uns zu schaffen.

 

Doch das fällt uns nur auf, wenn wir tatsächlich innehalten. So oft bin ich selbst durch die Natur spaziert und habe ihre Reize völlig ignoriert, weil ich einen Bus erreichen oder zu einem Termin musste. Heute war es ungemein bereichernd, mir die Zeit zu nehmen, innezuhalten, zu schauen, hinzuhören und zu riechen. Ich kam dann erfrischt, voller Energie und irgendwie auch gestärkter ins Haus zurück.

 

Als ich dann einen Blick in die sozialen Medien warf und wieder von all den schrecklichen Dinge, die derzeit auf der Welt passieren, las, stellte ich fest, dass das meine Energie nicht so nach unten drückte wie sonst. Ich konnte darüber lesen, die Trauer und den Schmerz der Betroffenen spüren, aber es schien mich nicht so sehr zu beeinträchtigen wie bisher. Ich bringe das in Verbindung damit, dass ich davor in der Natur war und mir bewusst die Zeit genommen hatte, all ihre Schönheit wirklich zu genießen.

 

So erleben wir die Dualität: Auf der einen Seite sehen wir entsetzliche Grausamkeiten und Gräueltaten, die Menschen angetan werden, und auf der anderen Seite sehen wir eine Biene, die auf dem Weg zur nächsten Blüte an uns vorbeihuscht, und einen Vogel, der aus vollem Herzen singt.

 

Ich glaube, dass wir gerade jetzt eine Verbindung zu beidem brauchen. Wir können uns nicht in der Natur verkriechen und ignorieren, was im Namen Gottes geschieht (egal, welchen Gott wir verehren: den Gott des Alten Testaments, den Gott des Neuen Testaments, den Gott des Geldes, den Gott der Macht – die Liste ist endlos). Genauso wenig können wir jede Grausamkeit, die in der Welt passiert, in uns aufnehmen. Das würde uns erdrücken, insbesondere dann, wenn wir sehr sensibel und empathisch sind.

 

Wen wir uns jedoch bewusst mit beidem verbinden, können wir den Schmerz der Leidenden aufnehmen, ihn in die Natur tragen und der Natur ihre Wirkung entfalten lassen. Mit zunehmender Stärke werden wir vielleicht ermutigt, aktiver zu werden, Mahnwachen abzuhalten, Demonstrationen zu unterstützen, Briefe an Abgeordnete zu schreiben, zu beten und eine tiefere Verbindung zu den Leidenden aufzubauen.

 

Wir können das Geschehen nicht ignorieren, so sehr wir das auch wollen würden, denn wir alle sind miteinander verbunden. Wir sind eine Menschheitsfamilie, und was in einem Bereich geschieht, betrifft uns alle. Ich wünschte, jeder würde das erkennen.

 

Doch wir können uns von der Natur helfen lassen. Wir können die Brücke sein, den Schmerz tragen und ihn heilen. Stellen wir unsere Füße fest auf die Erde und dann senden wir denen, die es brauchen, liebevolle Gedanken und Mut, denn auch sie stehen mit beiden Beinen auf dieser Erde.

 

Wir können mitfühlend leben, und ich glaube, die Natur kann uns dabei helfen, uns stärken und uns zu uns selbst zurückführen. Wir müssen uns nur die Zeit nehmen – Zeit zum Hinhören, Beobachten, Riechen und Fühlen.

 

Ich wünsche dir einen wunderschönen Monat voller Liebe und Unterstützung, bei allem, womit du gerade zu kämpfen hast.

 

Alles Liebe, Patricia

 

(Übersetzt aus dem Englischen von Alexandra Glander, www.alexandraglander.at)

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